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Archive für 3.4.2008
Satirepreis 2008 Zweiter Vorschlag
3.4.2008 von Sven C..

Der 2. Vorschlag:
Das Feng Shui Zentrum Süd von Bernhard Steinert
Bernhard mischt mit.
Nachtrag vom 7.5.2008:
www.unisol-wintergarten.de/Lust%20auf%20Feng%20Shui/Heiligenschein.htm
Geschrieben in Satirepreis | 10 Kommentare »
Der Vogelfänger Teil 3.1
3.4.2008 von Sven C..
Da schnaubte ein anderer Vogel aus der Höhle der alten Eiche auf deren Ästen sie hockten. Eine Eule war von dem Gespräch aus ihrem Schlaf erwacht, hatte dem Gespräch gefolgt und sagte. “Was dem einem der Adler ist, ist dem anderen die Eule. Jedes Ding hat zwei Seiten. Tag und Nacht. Yin und Yang. Ein scheinbarer Nachteil, kann sich leicht in einen Vorteil kehren und umgekehrt. Ich zum Beispiel habe noch nie den Sonnenaufgang die Welt von einem Horst auf einem Felsengipfel aus, betrachten können. Dafür kenne ich alle Phasen des Mondes und bestaune die schöne schmale Sichel wie sie über den Berg steigt oder monde mich bei Vollmond in dem hellen Licht. Das mache ich zusammen mit meinen Freunden den Fledermäusen, den Ziegenmelkern, den Nachtfaltern den Glühwürmchen und den Igeln. Ich bin zwar gerne alleine, aber durch meine Freunde nie einsam.”
Ich hoffe es passt zum Teil 4
Gruß Sven
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Der Vogelfänger Teil 3
3.4.2008 von *v*.
… Und als er so da saß und vor sich hingrübelte erblickte er plötzlich einen großen mächtigen Vogel, der mit riesigen Schwingen durch die Lüfte glitt und sich am Wipfel eines nahen Baumes niederließ. Der Kolibri erschrak zuerst, da dieser Vogel gefährlich wirkte. Aber er hatte noch nie so einen Vogel gesehen und war neugierig.
Der große Vogel hatte gerade ein ganzes Kaninchen verzehrt und da er dann wohl satt sein mußte, wagte sich der Kolibri näher an diesen unbekannten Gesellen heran.
Der Kolibri sprach ihn an und fragte ihn, was er denn für ein Vogel sei. Der große Vogel blickte ihn etwas mürrisch an und meinte: ” Wie kommt es, daß dir der König der Lüfte völlig unbekannt ist ? Ich bin ein Adler und nur kurz hier im Tal zu Gast, denn mein Wohnort ist der hohe zerklüftete Berg dort drüben.”
Der Kolibri wurde nun noch neugieriger und bat den Adler von seinem Leben zu erzählen. Der Adler war die Einsamkeit und Ruhe der Berge gewohnt und daher nicht darauf versessen, viele Worte zu verlieren. Er lies sich aber dennoch vom Kolibri dazu überreden, von seinem Leben zu berichten. ” Hoch oben auf dem Felsen wohne ich. Davor liegt ein steiler Abgrund und an dessen Fuß ein tiefer See. Wenn ich dort sitze, fühle ich mich wie auf einem Thron, denn ich kann von dort aus die ganze Landschaft überblicken. Der steile Felsabgrund vor mir leuchtet schneeweiß in der Sonne und ich weiß zwar, daß dies mein eigener Abgrund ist, jedoch kann ich ruhig daran hinunter blicken. Früher ängstigte mich das, weil ich fürchtete, dort hinunter zu fallen und den Aufprall auf den Felsen nicht überleben zu können.
Inzwischen hab ich begriffen, daß ich ein Adler bin und auch wenn ich hinunter falle, einfach nur meine Flügel aufspannen muß und fliegen kann, mir nichts passiert. Seither kann ich in den Abgrund blicken, der nun Teil meiner Landschaft ist. Von dort beobachte ich die Vorgänge im Tal, jedoch verliere ich nie den Überblick. Dann schwinge ich mich vom Rande des Abgrunds in die Lüfte und lasse mich vom Wind tragen. Nur selten begebe ich mich ins Tal, um nachzusehen, was dort los ist, um Einblicke zu bekommen. Jedoch langweilt mich das rasch und ich kehre in die Einsamkeit der Berge zurück.”
Die Augen des Kolibris begannen bei der Erzählung zu leuchten.
Der Adler schien ein echter Vogel zu sein und das zu leben, was einem Vogel entsprach. Der Kolibri dachte sich, daß der Adel wohl schon viel gesehen haben müsste und ihm vielleicht einen Ratschlag in seinen Ambitionen geben könnte, anderen Vögeln das echte Vogeldasein zu ermöglichen.
So erzählte er ihm von seinen mehr oder minder mißglückten Versuchen, Vögel zu befreien. Er erzählte ihm vom Huhn und vom Vogel Strauß und über die Dummheit des Papageis, die ihn am meisten verärgert hatte.
Der Adler lächelte und meinte: ” Bist du sicher, daß der Papagei so dumm ist ?”
Der Kolibri begann hektisch mit den Flügeln zu schlagen und wurde wieder leicht ärgerlich.
” Natürlich ist er dumm. Er erkennt nicht seine Unfreiheit und die Möglichkeiten, die die Freiheit ihm bieten kann und außerdem wiederholt er unreflektiert einfach nur das, was man sagt !” Der Adler sprach: ” Bist du dir wirklich sicher, daß er dumm ist ? Blick dich nur einmal ganz genau um, bevor du weiter sprichst. Und sieh wirklich ganz genau hin.”
Der Kolibri hatte keine Ahnung, worauf der Adler hinaus wollte und blickte sich hektisch um.
Das sah er plötzlich etwas, was ihm zuvor nie aufgefallen war, weil er im Grunde auch noch nie so ganz genau hingesehen hatte……
Tja, was entdeckt der Kolibri gerade ?
Morgen gibt’s den Rest der Fabel, bis dahin wünsch ich Euch eine schöne Zeit
Sylvia Hluchovsky
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