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Archive für 6.10.2008

Mal mir bitte eine Eule: Horst Evers


Mal mir eine Eule, Horst Evers

Bielefeld- Bethel, Neue Schmiede

 

Schwitzen ist wenn Muskeln weinen, stand in der Ankündigung  der Zeitung.

 

Horst Evers liest selbst geschriebene Texte vor. Horst Evers? Nie gehört.

Treffe mich vorsichtshalber eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung mit einem Freund um noch einen guten Sitzplatz zu bekommen.

Sitzplatz?? Die Veranstaltung ist hoffnungslos ausverkauft. Es gibt eine Nachrückerliste für die Stehplätze, falls Karten nicht abgeholt werden.

 

Horst Evers scheint berühmt zu sein. Träger des Deutschen Kleinkunstpreises 2008, lese ich auf dem Plakat. Muss ich deswegen nicht mal einen Stehplatz bekommen?

Wir haben Glück.

Es werden genügend Karten nicht abgeholt, so dass es noch zu einem ganz passablen Sitzplatz in der vierten Reihe reicht. Sogar nebeneinander.

Jan Evers betritt die Bühne. Einer wie du und ich.  Sieht aus wie jedermanns Nachbar, unser Alter, glaubwürdig, ein wenig verschmitzt, vom Leben geprägt.

 

Dann beginnt er zu erzählen, über alles menschliche in seinem  Leben, außer vom Schwitzen ist wenn Muskeln weinen.

Pointiert, geistreich, witzig, liebevoll, bissig und jederzeit glaubwürdig. Beste Kneipenliteratur. Wenn Horst Evers seine Geschichten in einem Blog schreiben würde……, o.k, dann könnte er nicht auf Tournee gehen und seine Bücher verkaufen.

Am Ende der Veranstaltung kaufe ich sein aktuelles Buch: „Mein Leben als Suchmaschine.“ Ein wundervolles Buch, mit vielen seiner Geschichten aus der Veranstaltung.

 

Als Horst Evers das Buch signieren möchte sage ich: Mal mir bitte eine Eule.

O.k. Auf Eulen war Horst Evers nicht vorbereitet. Vorsichtshalber schrieb er neben sein Eulenbild noch in Worten „Eule“.

 

Danke Horst Evers    

Wenn wir in uns alle sehen,

fliegt keine Asche mehr im Wind.

(Hans Dieter Hüsch)

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