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Archive für 30.10.2008
5.000 Euro für eine Antwort
30.10.2008 von *v*.
Preisfrage 2008: „Welchen Raum braucht das Denken?“
http://www.diejungeakademie.de/preisfrage/index.htm
Ich wünsche Euch viele Worte oder auch ganz wenige, je nachdem, wie ihr eben *denkt*, dass man damit gewinnen kann.
Syl*v*ia
Geschrieben in Denkanstoß | 1 Kommentar »
Wo denken wir, wenn wir über das Denken denken ?
30.10.2008 von *v*.
Im Sheng Fui blog hat Lorenz Meyer gestern einen neuen Denkraum geöffnet.
So hat es mich dann auch nicht weiter verwundert, dass mich abends noch ein Anruf von meiner Freundin erreichte, die gut 2 Jahre in Kathmandu verbrachte, um dort einen wunderschönen Garten *Kaiser Mahal - Garden of Dreams* anzulegen. Sie stammt ursprünglich aus Kärnten, studierte und lebte eine zeitlang in Wien, wo wir uns auch kennengelernt haben. Als dann die Motivation und Grundausrichtung der Firma, bei der sie gearbeitet hat, für sie nicht mehr stimmte, entschloß sie sich kurzerhand nach Nepal zu gehen.
Der Zeitpunkt war mehr als prekär.
Es waren wieder mal große Unruhen im Land und die für solche Verhältnisse obligate Nachrichtensperre ließ nichts Gutes verheißen. Das Ticket nach Kathmandu war von der Organsiation aber bereits da und sie entschloss sich nach kurzem Zögern doch zu reisen.
Da wir immer regen gedanklichen Austausch zu haben pflegten, war der Abschied für uns beide nicht leicht. Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich sie zum Flughafen brachte. Ursprünglich war für Nepal ein Arbeitszeitraum von maximal einem Jahr vorgesehen, aus dem dann aber - durchsetzt mit einigen Kurzbesuchen in Wien - doch zwei werden sollten.
Die Frage, die wir uns damals beide unausgesprochen stellten, war, ob nun unsere Verbindung über die große Distanz zu halten sein wird. Diese Distanz beinhaltete ja sowohl einen räumlichen als auch zeitlichen Aspekt.
Schlimmer geht’s nimmer - sozusagen.
Unsere unzähligen philosphischen Gespräche, die mal mehr und dann auch mal wieder weniger intelligent im klassischen Sinn waren, haben uns über die schier unüberbrückbare Distanz aber doch verbunden sein lassen.
Dem e-mail sei an dieser Stelle mal ausnahmsweise gedankt.
Unsere Gedanken und das Denken an sich hat sich während dieser zwei Jahre in anderen äußeren Räumen weiterentwickelt, weil doch ein Unterschied besteht, ob man in Wien seinen Alltag gespickt mit vermeintlichen Nebensächlichkeiten abwickelt oder in Kathmandu kein Wasser hat, weil es wieder mal rationiert wurde und man tagelang das Haus aufgrund einer spontanen Ausgangsperre nicht verlassen darf.
Als sie dann nach zwei Jahren Nepal verließ, um nach einem kurzen Wien - Intermezzo Richtung Deutschland abzudampfen, war es für uns so, als wäre gar keine Zeit vergangen.
Nach wie vor planen wie jede Menge Unsinn, den wir mal gemeinsam machen wollen.
Aber er immer ist nur gedacht. Wie hängen Gedanken und Wirklichkeit zusammen ? Unzählige Buchautoren, selbsternannte Wü-di-wa Feen geben Anleitungen, wie es denn nun zu bewerkstelligen ist, dass Gedanken (sie sagen immer Wünsche) Realität werden.
Aber ist dies immer zielführend ? Ist es das Ziel vom Denken, dass sich hinterher was manifestiert ? Oder ist es das Denken an sich, das dazu da ist, einfach nur den Raum um einen zu definieren ? Denken kann den persönlichen Raum - also völlig unabhängig vom realen Raum - unendlich groß und auch unendlich eng machen.
Schafft das Denken Räume ? Warteräume ?
Warum ich das schreibe ? Weil besagte Freundin mir gestern einen interessanten link gegeben hat, den ich Euch gerne weitergeben möchte:
http://www.diejungeakademie.de/preisfrage/index.htm
Hier gibt es - außer jede Menge Geld für kreatives Arbeiten - eine sehr interessante Frage, die es zu reflektieren gilt.
Martina und ich haben gestern beschlossen, auch mitzumachen und zwar gemeinsam. Der erste Vorschlag war, dass eine von uns beiden mal zu schreiben beginnt und dann schreibt der andere weitere, - ein ewiges Hin und Her also.
Als ich mich dann aber auf den Beitrag geklickt habe, war mir klar, dass hier was Anderes entstehen möchte. Ich hab dann vorgeschlagen, dass wir heute gleichzeitig den ersten Teil schreiben und das mal aufeinanderprallen lassen.
Urknallimpuls sozusagen.
Bin schon gespannt, was da gedacht werden möchte und welche Räume sich dadurch öffnen werden.
Zum Abschluß gibt’s noch ein Lied, dass jetzt nicht wirklich reinpasst, aber dann wieder doch. Man soll einfach nicht so viel denken und einfach tun
Ich wünsch Euch noch einen wundervollen Tag, denk ich.
Sylvia
http://www.youtube.com/watch?v=KJuq1EI4aBs
*gewidmet*
Geschrieben in Verbandsnachrichten | 2 Kommentare »