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Archive für Juli 2010

Rausgekramscht bei Elisabeth - Nachtmeerfahrten

Am Strand zu sitzen,

ein Buch über Erleuchtung

und spirituelles Wachstum zu lesen,

sich der Idee der Transformation

ganz in Gedanken hinzugeben

mag tröstlich, anregend und faszinierend sein.

Es ist allerdings ein Dreck

gegen das, was ich mal

„Im Maul des Haifisches stecken „

nennen möcht.

Denn wie lernen wir, liebe Leute?

Wie, wenn nicht mitten drin im Ärgsten,

ausgeliefert dem Gröbsten?

So und nicht anders lernen wir.

Danke dem Schicksal,

danke dem nichtfunktionierenden Leben,

danke dem Leid,

denn es führt dich durch die Unterwelt

wieder ganz zu dir.

Judo statt Trennung


Wie könnte es anders sein ?


Nach dem Ende kommt die Wende


Der wunde Punkt

Es ist nicht 5 vor 12, es ist schon halb eins. Und zwar schon lange.

 Eine erfundene Geschichte - oder auch nicht.

Jüngst ruft eine Dame an und möchte gerne eine Beratung, weil ihr *all die Dinge* wichtig sind. All die Dinge ? Ein Termin wird vereinbart, es geht um eine radiästhetische Untersuchung des Kinderzimmers. Es sind keine Besonderheiten auszumuten, ein schwach abladender Punkt in besagtem Zimmer, nix Dramatisches. In einem anderen Zimmer gibt es einen recht heftigen Blitzpunkt, in so einer Art Durchgangszimmer; die Mutter des Hauses möchte dort den Flügel platzieren, wie überhaupt einige Einrichtungsideen besprochen werden. Irgendwie geht die Angst um, denn die Eltern der Wohnungsinhaberin sind relativ früh an Krebs gestorben und wie sich bei einer nachträglich radiästhetischen Untersuchung herausgestellt hatte, schliefen diese auf einer Störzone.

Ich halte solche Rückwärtsdeutungen für höchst bedenklich , denn man kann nicht wissen, ob das tatsächlich der Auslöser für die Krankheit war.

Nach drei Stunden verabschiedet man sich und verspricht in Kontakt zu bleiben.

Eine Woche später ein nochmaliger Anruf von besagter Dame; ein weiterer Radiästhet war bei ihr - sie hatte ihn schon vorher kontaktiert gehabt und wollte aus Gründen der Höflichkeit nicht absagen. Dieser hat im Großen und Ganzen genau die gleichen Punkte gefunden, aber dem abladenden Punkt derartig viel angsteinflössende Bedeutung zugemessen, dass er meinte, die Kinder müssen aus dem Zimmer raus und hat sie just in das (Durchgangs) Zimmer verlegen wollen, wo der Flügel hinsoll.

Und als Draufgabe hätte er das Kinderbett genau auf dem Blitzpunkt platziert.

Auf die Frage, ob dem anderen Radiästhet denn den Blitzpunkt nicht aufgefallen ist, gab dieser zur Antwort, dass er gar nicht weiß, was das sei. Aha.

Die Kinder in einem Durchgangszimmer neben der Küche unterzubringen - na, ich weiß nicht.

Für mich ist in all diesen Systemen immer ein übergeordneter Mechanismus da, der sich einem entzieht und auf den wir auch keinen Einfluß zu haben scheinen. Welche Punkte gibt es denn vielleicht noch, die halt für niemanden erfassbar sind ?

Und ist das überhaupt der Punkt ?

Schon, aber aus meiner Sicht nicht nur. Es nützt ja nichts, der Störzone einfach auszuweichen, wenn das Thema, das diese anziegen möchte, als Abbild quasi, nicht erfasst und gelöst wird. Denn diese Störung kommt dann eben auf einer anderen Ebene auf einen zu.

War doch letztens im Radio eine Sendung, in der ein Hausbesitzer erzählt hat, dass die Störzonen im Wohnraum mit ihm mitwandern, zeitversetzt zwar, aber sie tun es.

Die Störung will immer was anzeigen, - was auch immer, aber sie will ganz sicher nicht anzeigen, dass man vor ihr davonlaufen soll. Sie möchte, dass wir hinschauen auf ihre Botschaft, sie möchte lösen und uns nicht auflösen.

Man möchte gerne die Kräfte lenken, das funktioniert meiner Erfahrung nach auch, aber wohin geht dieses Schiff Eigentlich ? Eine Freundin hat erzählt, dass ein namhafter Geomant, der aus Slowenien stammt, sich diese Frage mittlerweile auch stellt. Brauchen wir das alles überhaupt noch in dieser Form oder hat sich das alles längst gewandelt und wir haben vergessen uns mitzuwandeln ? 

Es ist vermutlich schon halb eins, aber wir glauben immer noch, dass es 5 vor 12 ist.

Uhu watching

Hi Sven,  

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