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Archiv der Kategorie Uncategorized

Zum freien Ausdeuten

Jüngst war ich in Nespresso Shop einkaufen, Kapseln, was sonst, und ich war in Eile, weil ich das Auto so halb am Zebrastreifen abgestellt hatte.Die Verkäuferin legt mir den Kreditkartenbeleg hin, ich unterschreib, schau natürlich nicht genau, nimm das Sackerl und geh.

Daheim hab ich dann meinen Augen nicht getraut: 776,60 Euros für Kaffeekapseln :shock:

Statt 76,60.

Gestern bekomm ich per Post die von mir bestellten Sondermarken zugestellt und ich denk mir so, na, die haben die Marken (Wert 220 Euros) aber in eine ganz schön große Schachtel gepackt. Erklärend sei erwähnt, dass es sich hierbei um 400 Stück 0,55 Euro Marken handelt (oder besser gesagt: handeln sollte), ich mag es nämlich sehr gerne, wenn die Geschäftspost mit hübschen Marken frankiert ist.Ich nehm also die kleinen Schachteln mit den teilweise selbstklebenden Marken raus, zähl nach, rechne die Stückzahl um und komm auf 1.100 Euros. :shock:   :shock: 

Jetzt langt’s aber denk ich mir.

Als ich dann die Rechnung kontrollierte und versuchte mich mit den Gedankengängen der Dame, die meine Bestellung telefonisch entgegen genommen hat, anzufreunden, dämmert es. Ich hab 100 Stück *Grafenegg* bestellt (Einzelmarken) und sie hat mir 100 Paketierungseinheiten davon geschickt (100 Bögen zu je 5 Stück, macht 500 Marken mit einem unter diesen Aspekten nicht mehr ganz so schönen Schloß vorn drauf. Das zieht sich durch die ganze Bestellung durch und das kostet natürlich.

Jetzt hab ich das *Zuviel* retourniert und hoffe, dass sich solche Ereignisse nicht weiter häufen.

Das hoff ich dann aber erst ab heute Abend, denn vorher muß ich zum IKEA was umtauschen, denn …

Aber das ist eine andere Geschichte.

*v*     

Und die Moral aus der Geschicht: Du mußt nicht unbedingt beim Universum was bestellen, um nicht zu bekommen, was du gar nicht wolltest.

Cosmopolite Wörter (1)

Hell sichtig

Das erklärt natürlich einiges …  

Oijjoijoijoijoi :-)

Die Ermahnungen und Rüffler, die mich täglich via mail erreichen, häufen sich.

Warum ist Eigentliches.com offline ? Warum kann ich nicht mitlesen ? Ich schreib zwar nie was, aber lese es doch täglich sehr gerne … Es fehlt mir …

Hm. Ganz hab ich den Mechanismus, den so manche Seite im Web hervorruft ja noch nicht durchschaut,- sind es doch immer nur mehr oder weniger intelligent beschriebene Blätter - die, wenn man nicht grad ein Video von youtube eingebaut hat, einen Eigentlich nur anschweigen. Den Rest macht der Leser dazu.

Auf’s Eigentliche reduziert ist es nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben. Manchmal bebildert.

Ich bekam auch Anfragen, ob ich nicht passwörter vergeben könnte, damit man *mal schauen kann*.

Liebe Leute,

Im Hintergrund is nix Besonderes passiert, Gerhard hat das Twenty Ten Theme mit wordpress 3.0 installiert, was zur Folge hat, dass ich im Admin Bereich from now on in English readen muß, ein paar kleinere Beiträge wurden verfasst von den Mitautoren und ich hab mich mit Farbkasterln ausgetobt, gut 20 Beiträge mit rosa, hellblau und pfirsichfarben verkitscht. :grin:

tmp bleibt weiterhin verschwunden, der fehlt natürlich als stiller Motor des blogs.

Ich weiß ja nicht, wohin der gezogen ist, aber ich vermute, es sind letzten 60 m2 Deutschlands, die über keinen Internetzugang verfügen, oder so.

Und so schnell ich mich an etwas gewöhne, so schnell kann ich es mir auch wieder abgewöhnen.

Und wenn ich was mach, dann intensiv oder gar nicht.

Und genau hierin liegt momentan mein zeitliches Dilemma, denn in der Realwelt warten jede Menge Menschen und Dinge auf mich.

Ich werde schauen, wie ich das hinbekomme.

Versprochen.

Kommt Zeit, kommt Rat (Rad ? - Das Rad der Zeit)  http://www.youtube.com/watch?v=tAItsqJ0OLk&feature=related

*v* ;-)

Verluste - Eine Geschichte

Wir haben jüngst zwei sehr interessante, wortreiche Abende miteinander (v)erlebt, der Gunkl und ich, er ist ein wunder- bis sonderbarer Gesprächspartner - sehr gescheit & höchst unterhaltsam - und jetzt hab ich grad auf youtube einen Ausschnitt seines neuesten Programms gefunden, das ich euch nicht vorenthalten möchte.

Das wird aber aus marketingtechnischen Überlegungen erst kurz vor Weihnachten auf den (Media)Markt geworfen.Er hat mir mal alle seine Programme mitgebracht und ich werde versuchen, den einen oder anderen Ausschnitt bei youtube unterzubringen. Ihn würde das freuen, hat er gesagt, weil er kann’s nicht.

Passt. Da haben sich die Richtigen getroffen :mrgreen:

http://www.youtube.com/watch?v=e9q6J8Y9als&feature=related

*v*

Glaubst du das ?

Man muß an etwas glauben, um etwas anderes als Aberglaube zu erkennen.

Eigentlich eine atemberaubende Erinnerung an Xian und Martina

“Gehen Sie in das Hotel Xianxiang”, meinte Mr. Wang zum wiederholten Male und blickte etwas betrübt auf sein immer blasser werdendes Gegenüber, das neuerlich etwas zaghaft aber sichtlich nervös an seiner Krawatte nestelte. Mr. Wangs Geschäftspartner, Herr Gruber, versuchte nach wie vor verzweifelt, Haltung zu bewahren, was ihm im Laufe des Abends allerdings weniger und weniger gelingen wollte.

“Das Xianxiang Hotel hat hier in der Stadt die beste Luft”, begann Mr. Wang wieder, während Herr Gruber neuerlich den Kopf schüttelte, ein kratzig klingendes Husten von sich gab und anschließend sein gequältes Lächeln aufsetzte, das ihn bereits den ganzen Abend begleitete. Mr. Wang zuckte daraufhin nur hilflos mit den Schultern und verstand nicht, warum sich das Xianxiang Hotel einen schlechten Ruf in der Geschäftswelt eingehandelt hatte. Alle seine Geschäftspartner weigerten sich, dort zu nächtigen, obwohl es tatsächlich die allerbeste Luft der Stadt bieten konnte. Ausgestattet mit den modernsten Luftfilteranlagen verwöhnte man dort die angeschlagenen Atemorgane sogar mit leichten Beigaben von Duftstoffen, wobei stündlich eine Art frische Meeresbrise mit Kiefernwaldgeruch abwechselte. Zum inzwischen selten gewordenen Sonnenuntergang kam es auch vor, die Luft mit einem Hauch von Lotus durchsetzt genießen zu dürfen. Das Innere dieses Glaspalastes roch vielmehr nach einem Luftkurort, als nach einem städtischen Hotel.

“Hier, nehmen Sie das”, versuchte Mr. Wang das Gespräch wieder anzukurbeln, nachdem Herr Gruber mehrere aufeinander folgende röchelnde Laute von sich gegeben hatte, anstatt etwas zu sagen. Dabei schob er ihm dezent eine weitere Schachtel von Atemstäbchen über den Tisch zu, die Herr Gruber dankbar entgegen nahm und sofort öffnete, eines der Stäbchen entnahm und selbiges genussvoll anzündete.

“Eine großartige Erfindung!”, bemerkte Herr Gruber nach dem ersten Atemzug mit sichtlich erleichtertem Gesichtsausdruck.
“Ja”, erwiderte Mr. Wang relativ teilnahmslos. Er war es gewöhnt, diejenigen Geschäftspartner, die es zu ihm in die Stadt wagten, damit in großzügigem Ausmaße zu versorgen.
Herr Gruber nahm einen weiteren Atemzug, beobachtete den Glimmstengel interessiert und meinte anerkennend: “Interessantes System.”
Mr. Wang nickte und erwiderte gelangweilt seufzend: “Luftfilter, Luftfilter, Luftfilter, und was die nicht schaffen können, wird im vorderen brennbaren Filterbereich einfach abgefackelt.”
Herr Gruber begann sich immer mehr zu entspannen und blickte etwas interessierter im Gastgarten des tschechischen Bierlokals um sich. Eigentlich hatte Mr. Wang es gut gemeint, als er ihn in dieses Lokal brachte. Dummerweise hatte er nur nicht bedacht, dass es unter freiem Himmel lag, ein Himmel mit dessen Inhaltsstoffen bisher noch keiner seiner ausländischen Geschäftspartner zu Rande gekommen war.

“Scheint hier beliebt zu sein”, meinte Herr Gruber und deutete dabei auf sein halb heruntergebranntes Atemstäbchen sowie einige Nachbartische, wo selbige ebenfalls eifrig konsumiert wurden.
Mr. Wang nickte etwas aufgeweckter und antwortete: “Schreibt gute Zuwächse, die Firma, die sie produziert! 300% im Jahr!”
Herr Gruber hob überrascht die Augenbrauen. “Atemberaubend!”, meinte er anerkennend, hielt dann aber plötzlich inne, hob den Blick gen Himmel, schien sich kurz zu besinnen und schüttelte nachdenklich den Kopf. “Hat diese Firma ihren Sitz auch hier in der Stadt?”, fragte er schließlich beiläufig und dämpfte dabei das Atemstäbchen im Aschenbecher aus, um sich sofort ein weiteres in den Mund zu schieben und anzuzünden.

“Direkt am Stadtrand”, antwortete Mr. Wand. “Das Firmengelände ist riesig und wächst beständig”, fügte er hinzu und zündete sich dabei selber ein Atemstäbchen an. “Neben den Essstäbchen ist die Produktion der Atemstäbchen zum wichtigsten Firmenzweig dieser Stadt geworden. Alle sind süchtig danach!” Mr. Wang lachte laut auf, während Herr Gruber ihm interessiert zuhörte und sich das nächste Atemstaebchen zwischen die Lippen schob. Mr. Wang verschwieg allerdings wohlweislich, dass die graue Dunstglocke über der Stadt mit der wachsenden Produktion der Atemstäbchen einhergegangen war.

Nach kurzem Nachdenken fragte Herr Gruber schließlich: “Wieviele Sonnentage gibt es hier… normalerweise?”
Mr. Wang war Herrn Grubers höfliche Ausdrucksweise gewöhnt und wusste sie zu schätzen, verstand allerdings sehr wohl, dass Herr Gruber eigentlich die Vergangenheitsform gewählt hätte, wäre er so unhöflich gewesen, wie es seine anderen ausländischen Geschäftspartner häufig waren. Mr. Wang beschloss Herrn Gruber von seiner zwanghaften Höflichkeit zu entbinden und erklärte: “Früher, also, in meiner Jugendzeit waren es schätzungsweise 200 Tage im Jahr. Vielleicht auch mehr.”
“Und… heute?” fragte Herr Gruber vorsichtig nach.
Mr. Wang zuckte ratlos mit den Schultern. “Sehr wenige”, meinte er schließlich, was Herrn Grubers Interesse nur zu wecken schien, der sich bereits das nächste Atemstäbchen anzündete.
“Aber die Leute wollen ja auch mal Sonne haben”, versuchte Herr Gruber Mr. Wang aus der Reserve zu locken, um mehr Informationen zu bekommen.

“Ja, das wollen alle”, stimmte Mr. Wang zu. “Wir hier auch. Daher fahren wir auch, wann immer es geht, in die Sonne! Nach Süden, nach Norden, egal, einfach irgendwohin, wo die Sonne scheint.”
Herr Gruber rauchte inzwischen bereits zwei Atemstäbchen gleichzeitig. “Und dazwischen? Was macht man dazwischen, wenn man nicht wegfahren kann?”
“Künstliches Sonnenlicht”, erwiderte Mr. Wang und deutet auf die Leuchtstoffröhren bei der Gaststätte. “Gesetzlich vorgeschrieben”, fügte er noch hinzu und entzündete sich ebenfalls ein weiteres Atemstäbchen.
“Auch in der Fabrik?” fragte Herr Gruber nach.
Mr. Wang nickte nur, erwähnte aber nicht die zuvor vorhandenen Selbstmordraten, die es per Gesetz in den Griff zu bekommen galt und die alle Firmen zwang, ihre Arbeiterschaft mit entsprechender künstlicher Besonnung bei Laune zu halten. Mr. Wang beobachtete Herrn Gruber interessiert, der sichtlich entspannt wirkte, obwohl er inzwischen bereits das letzte Atemstäbchen aus der Packung inhalierte.

“War diese Region hier früher einmal nicht von hohem touristischen Interesse?” begann Herr Gruber wieder. “Ich meine ja nur, weil ich kaum Touristen gesehen habe.”
Mr. Wang nickte bedächtig. “Die Tourismusbranche ist um 90% eingebrochen. Dafür ist die örtliche Industrie um 700% gewachsen.”
Dieses Mal sparte sich Herr Gruber sein “Atemberaubend!” und Mr. Wang dachte an seine Jugendzeit, in der er oft die Sonntage auf einem nahe gelegenen Berg verbracht und von dort die Aussicht auf die Stadt genossen hatte. Eine Aussicht, die es nicht mehr gab, die daher auch keine Touristen anlocken konnte. Eine Aussicht, die aussichtslos geworden war, weil alles im Umkreis von maximal 500 m von einer grauen nebulosen Wand verschlungen wurde, eine Dunstglocke, die sich über die Jahre immer größer aufzublähen begann, sich immer gnadenloser über alles legte, alles immer gieriger in sich aufsog. Sie hatten sich daran gewöhnt. Irgendwie. Und die Industrien konnten sich im Schutzmantel des undurchdringlichen Graus unbemerkt entfalten, man konnte sie ohnedies kaum noch sehen. Auch Mr. Wangs Bekleidungsfabrik war gewachsen, hatte sich vervielfacht wie die Speckringe um seinen Oberkörper.
Eigentlich hatte er sich auf den Massagetempel gefreut, in den er Herrn Gruber nach dem Bierlokal einladen wollte. Aber Mr. Wang wusste, dass es nicht dazu kommen würde, nicht heute. Die Atemstäbchen waren alle verbraucht und aus Herrn Grubers Kehle drangen wieder bedrohliche Gurgellaute, sein Gast kämpfte wieder tapfer um seine Haltung. Herr Gruber hatte wenigstens Stil, so fand Mr. Wang. Er war immer um Höflichkeit bemüht, wobei es einigen seiner ausländischen Geschäftspartner, die unablässig die Luftqualität seiner Stadt kritisierten, gehörig mangelte. Anfangs hatte Mr. Wang das noch verärgert, inzwischen hatte er allerdings begriffen, dass diese Luft für einige seiner Gäste tatsächlich nicht allzu bekömmlich war. Spätestens seit dem Vorfall mit seinem irischen Geschäftspartner, der heftig hustend zusammengebrochen war und ins Krankenhaus gebracht werden musste, spätestens seit damals verstand das auch Mr. Wang.

“Werden Sie wiederkommen?” fragte Mr. Wang interessiert. Keiner seiner Besucher hatte sich jemals wieder blicken lassen. Sie alle begnügten sich damit, per (manipulierbarem) Videomaterial über die Qualitätskontrolle der Textilien entsprechend informiert zu werden.
Herr Gruber blickte Mr. Wang mit entsetztem Blick an und keuchte: “Wenn es notwendig ist”, sparte sich allerdings jegliche Erläuterung, was unter “notwendig” zu verstehen sei. Das Rasseln in seinen Lungen steigerte sich wieder deutlich, schließlich rang sich Herr Gruber doch dazu durch, sich seiner Krawatte zu entledigen, die obersten Hemdknöpfe hektisch zu öffnen, zu übersehen, wie Mr. Wang beim Anblick seiner Brusthaare ganz offensichtlich die Nase rümpfte, und schließlich hemmungslos nach Luft zu hecheln.
“Bringen Sie mich ins Krankenhaus!” gurgelte er Mr. Wang zu, der nur zu gut wusste, was das bedeutete, wie der Rest des Abends verlaufen würde.
Mr. Wang schüttelte den Kopf. “Morgen früh fliegen Sie ohnedies zurück. Was soll das jetzt noch bringen? Gehen Sie in das Hotel Xianxiang!”
“Bringen Sie mich ins Krankenhaus!” wiederholte Herr Gruber röchelnd, seine Augen waren inzwischen deutlich gerötet. Als Mr. Wang noch immer nicht reagiert, umklammerte er dessen Unterarm mit eisernem Griff und hauchte mit letzter Kraft: “Sauerstoffzelt! Ich brauche ein Sauerstoffzelt! Mein ganzes Leben lang habe ich mich noch nie so sehr nach einem gottverdammten Sauerstoffzelt gesehnt!”

Mr. Wang dachte wehmütig an den Massagetempel, dachte daran, wie viel Lebenszeit er schon in Sauerstoffzelten verschwendet und dort zusammengekuschelt über Geschäfte geplaudert hatte. Es war einfach so unendlich erbärmlich und er konnte es nicht leiden. Herr Gruber hatte inzwischen begonnen, die Augen eigenartig zu verdrehen und trug ein seltsames Blau auf den Lippen. Mr. Wang blickte Herrn Gruber hilflos an und winkte schließlich dem Kellner, der ihnen ein Taxi zur beliebtesten Servicezone des örtlichen Krankenhauses rufen sollte.

(Ähnlichkeiten mit existierenden Personen oder Ländern entspringen dem puren Zufall und/oder dem blanken Wahnsinn.) 

Nu, °v°, wie wär’s damit ?

:mrgreen:  

Eins, zwo …  

http://www.youtube.com/watch?v=-KnI7wfdusM&feature=related 

Axel Corti - Stimmlegende aus Ö :-)

Axel Corti’s Schalldämpfer von - ist schon gar nicht mehr wahr, solang ist da schon her - begegnete mir kürzlich bei youtube.

Schade, dass die Tonqualität nicht besonders ist.

Jahrelang war er im Radio zu hören und jetzt auch hier bei uns :cool:

Der Schalldämpferpferpferpfer …

http://www.youtube.com/watch?v=GjiaA1pTwB0

*v*

Bird’s Lament - Musik für den Trailer ?

Wie gefiele dir die Musik als Signation für die alten Beiträge für den E-blog ? 

http://www.youtube.com/watch?v=jSimbyS_YlA

*v* 

Eigentlich eine Erinnerung an Ulan Bator und Dieter

AUF DER SUCHE NACH DEN ECHTEN MENSCHEN  

“Naturverbundenheit”, nach wie vor existierende traditionelle Lebensformen und ein bisschen buddhistische Verklärung als Zuckerguss - die perfekten Ingredenzien zur Mythologisierung eines “exotischen” Volkes. Ein Forschungsbericht.

In Ulan Bator wohnten wir in einem durchaus netten Guesthouse, das folgende wohlgemeinte Warnung für seine Gäste parat hielt: “Dear guests, if you do not want to be pickpocketted or robbed during daytime on the streets or nearby banks please leave your valuables in your room or free safety box and leave your room key with Zaya.”

Die Warnung vor Taschendieben und anderen kleinkriminellen “Elementen” schien ein grösseres Thema in Ulan Bator zu sein, da ähnliche Vorsichtsmassnahmen auch von anderer Seite mehrmals empfohlen wurde. So weit, so unspektakulär! Mein Interesse wurde erst durch jene Zeilen geweckt, die auf obige Warnung folgten: “Try to be on the streets same like local ordinary people, who are poor in materialistic things, but rich in spiritualism and very proud of history and culture of Mongolia.”

Unabhängig davon, dass es für einen Mitteleuropaeer eher schwierig ist, wie ein Mongole auszusehen und es unwahrscheinlich ist, dass gerade die “gewöhnlichen” Leute besonders spirituell sind oder sich als Hobbyhistoriker oder Gelegenheitskulturattaches betätigen, fand ich den Widerspruch zwischen einer Bevölkerung bestehend aus kleptomanischen Grossstadtmafiosos und gleichzeitiger spiritueller Intellektualität irritierend. Erst zwei Tage später brachte ein nebenbei mitverfolgtes Gespräch der Managerin Zaya mit einem Gast etwas Klarheit. Anscheinend beziehen sich die “gewöhnlichen” Leute eher auf die Menschen am Land, die von Zaya als” real people”, also als “echte” Menschen im Gegensatz zu den degenerierten “unechten” Menschen in der Stadt bezeichnet wurden. Offensichtlich ist es von “unechten” Menschen zu Taschendieben nur ein kurzer Schritt.

Nach Tagen der Dekadenz in Ulan Bator entstand das natürliche Bedürfnis, diese “echten” Menschen samt ihrer Spiritualität in ihrem angestammten Habitat zu entdecken. Zu diesem Zweck bündelten wir unsere finanziellen Kräfte mit einem Engländer und einem Iren, mieteten uns einen russischen Minivan samt Fahrer und Führerin und brachen in die Wüste Gobi auf. Dort erlebten wir gleich die erste grosse Enttäuschung, denn die Wüste Gobi ist weitgehend leer, Menschen an sich echte Mangelware, von “echten” Menschen ganz zu schweigen, denn unser Fahrer, unsere Führerin bzw. all jene Menschen, deren Dienstleistungen wir als Touristen in Anspruch nahmen, jagen ja letztlich dem schnöden Mammon nach, können daher wohl kaum dem Idealtypus eines “echten” Menschen entsprechen.

Nach hunderten von Kilometern auf gehirnerweichenden Rüttelpisten durch endlose Weiten ohne einen einzigen Zaun, durch die blühende Schnittlauchwüste vorbei an furzenden Schaf- und Ziegenherden, durch Canyons gewandert, auf Dünen geklettert, auf unwillige Kamele als hilfloser Passagier aufgeladen und vorbei an Legionen von ausgebleichten Gerippen ehemaliger Veganer, die mit den Ernährungsgewohnheiten nomadisierender Viehzüchter schlecht zu Rande gekommen waren - nach all diesen mongolischen Leckerbissen schien die Zeit reif zu sein, um den “echten” Menschen gegenüber zu treten. Wir waren an diesem Tag schon lange unterwegs gewesen, hatten uns möglicherweise ein klein wenig verfahren, niemand hatte mehr Lust, das Zelt irgendwo im “Nichts” zu plazieren, der Sturm tobte und schwarze Regenwolken trieben zügig auf uns zu, wie angenehm wäre eine schützende, kuschelige Jurte!

Ein Bett wäre gar nicht notwendig, ein Teppich würde völlig ausreichen, getrocknete Fleischteile, hunderte von Fliegen, vergorene Stutenmilch, selbst getrocknetes Joghurt hätten wir ertragen, wenn wir ein im Sturm flatterndes Fetzenzelt mit einer stabilen Jurte eintauschen hätten koennen. Fahrer und Führerin entdeckten zwei Jurten in der Distanz, fuhren vor und blickten in einige skeptische bis feindseelige Augenpaare. “Habt ihr einen Platz zum Schlafen für uns, es ist schon spät und ein Unwetter zieht auf. Eure zweite Jurte sieht doch leer aus.” “Ja, das stimmt schon, aber das ist die Jurte für das Brautpaar für die morgige Hochzeit. Es ist bereits alles hergerichtet. Tut uns wirklich leid.” Na gut, das ist natürlich Pech. Und dem Brautpaar die Jurte zu versauen, das kann man nun wirklich nicht machen. Also fuhren wir weiter, einzelne Jurten sowieso unbrauchbar, wo war die perfekte “Doppeljurte” und die sprichwörtliche mongolische Gastfreundschaft? Nächste Jurte, ähnliches Bild: Mit späten, nicht geladenen Gästen schien man hier wenig Freude zu haben. “Nein, tut uns leid, wir erwarten noch Gäste, sie sollten eigentlich schon längst hier sein.”

Im Reiseführer stand, dass Gastfreundschaft eine “Überlebensnotwendigkeit” in der Mongolei sei, da in Abwesenheit von konventioneller Reiseinfrastruktur die selbstverständliche Aufnahme und Verköstigung in einer Jurte unabdingbar ist. Tja, entweder hatten wir einfach nur Pech gehabt oder keine “echten” Menschen getroffen oder die Jurteninhaber hatten erkannt, dass WIR keine “echten” Menschen sind, möglicherweise sogar Taschendiebe aus der Stadt, somit nicht berechtigt, die selbstverständliche Gastfreundschaft in Anspruch zu nehmen. Somit blieb uns nichts anderes übrig, als unser Zelt im Schutz einer hundert Kilometer entfernten Huegelkette aufzustellen und zu beobachten, wie der Wind kreative Hausformen aus unserem Kuppelzelt fabrizierte, indem er die Zeltstangen einem ernsten Flexibilitätstest unterzog.

Damit bleibt eigentlich nur mehr die Wahl zwischen den Taschendieben aus Ulan Bator und den unfreundlichen Landeiern, die dir die Jurtentür vor der Nase zuknallen, allesamt möglicherweise nicht “echt”, aber zutiefst menschlich.

Schmetterlinge 2

Die Art und Weise Videos zu produzieren hat sich weitgehend verändert. 

Gott sei Dank, kann man da nur sagen.

Die Musik war vielleicht aber besser; mach dir vielleicht selbst ein Bild, äh Ohr.

http://www.youtube.com/watch?v=iQn_iFYPyvU

*v*

PS: Gerhard hat den Eigentliches Blog neu eingekleidet und mit wordpress 3.0 ausgestattet.  

Und ich hab herausgefunden, wie ich Texte, Bilder und Videos selber farblich hinterlegen kann, woraufhin  Gerhard mir zur Entdeckung der HTML Farbcodes gratuliert hat :-)

Ich würd den Blog gerne wieder bei Null beginnen, weiß aber nicht, ob das gut ankommt.Mit wär so richtig danach.Gerhard hat die Daten ohnehin gesichert, falls sie jemand haben möchte.

Ich glaub nicht, dass die alten Sachen noch wer liest.

tmp hab ich mal als Ersten vorsichtig gefragt, ob er sich das vorstellen kann, dass ich alles lösche; er hat sich aber nicht gemeldet, weiß nur, dass er schon das dritte Modem hat, das nicht geht.  

Vielleicht sollten wir mal eine Tasse Tee trinken, wir versäumen nix.

Hallo *v*

Was ist eigentlich bei Eigentliches los?

°v°

Karussell

http://www.youtube.com/watch?v=xDstDky3uQk&feature=related

Jeder Anfang …

… hat keine Zeit davor.

Konzepte des Qi

In China konnten verschiedene konkurrierende Gedankensysteme unterschiedlicher Konzepte über eine lange Zeit hinweg nebeneinander Gültigkeit haben, während sich die Systeme im Abendland nacheinander ablösen, da sie hier die Tendenz haben, im Sinn eines Absolutheitsanspruchs sich gegenseitig zu verdrängen.

In China wurden hingegen Ideen oder Anschauungen nicht durch eine Neuerung (wie zum Beispiel eine wissenschaftliche Revolution oder Aufklärung) verworfen, sondern durch die Erneuerung als eigenständige Technik und Konzept ergänzt.

Sie konnten fortan nebeneinander existieren, ohne sich auszuschließen.

Das Abendland ersetzt in immer schnellerer Abfolge alte Wissensinhalte durch neue, dem derzeitigen Erkenntnisstand nach als richtig anzusehende, so daß die Halbwertszeit wissenschaftlich gesicherten Wissens immer weiter verkürzt wird.

Wenden wir uns hingegen einem in der chinesischen Kultur so beständigen Begriff wie dem Qi zu, so begegnen wir einem Konzept, das gleich einem Emblem verschiedene Teilkonzepte vertritt, die sich durchaus widersprechen und inhaltlich wenig oder sogar überhaupt nichts miteinander zu tun haben können, doch letztlich durch die Universalität des Qi Begriffes geeinigt werden.

Es handelt sich um eine Art Rasterwissen, das sich kontextbedingt über verschieden Aspekte des Lebens legt, auch wenn sich diese Raster untereinander widersprechen.

Vor allem Partikular Erklärungsmodelle sind wie Raster, die über die erkennbare oder denkbare Wirklichkeit gelegt werden, einen bestimmten Ausschnitt dieser Wirklichkeit ordnen und erklären und mit Hilfe dieser Ordnung und Erklärung ganz bestimmte Möglichkeiten eröffnen, Wirklichkeit zu beeinflussen, bestimmte Probleme zu lösen. Dabei ist es unerheblich, dass die Logik eines Rasters, eines Partikular Erklärungsmodells, der Logik eines anderen Rasters widerspricht, mit dessen Hilfe ein anderer Ausschnitt aus der Realität geordnet, erkärt und damit beeinflußbar wird.

In diesem Zusammenhang liegt es nahe, das Qi als Rasterkonzept zu bezeichnen. Denn Qi erscheint in der chinesischen Literatur als eine immanente Wirklichkeit, die aber in ihrer Vielfalt und Omnipotenz nicht auf einen Blick zu überschauen ist.

Qi kann daher nur aus der Sicht eines einzelnen kognitiven Rasters eines bestimmten Wissengebiets betrachtet werden, und der große Bedeutungsumfang des Begriffes ergibt sich schließlich aus der Vielfältigkeit aller kognitiven Raster aller Wissensgebiete.

Bäuerinnenkalender 3

Sind die Kirschen rot und groß,
fallen sie der Bäurin in den Schoß. 

Falls ihr einen Hyazinth …

… kennt, dann bestellt ihm doch bitte einen recht herzlichen Glückwunsch von mir zum heutigen Namenstag.

Was vom Chinesen

In der chinesischen Sprache ist es durchaus möglich, die Felder *Sprechen* und *Lesen* voneinander abzugrenzen, ohne in Konflikt zu geraten:  

Man kann durchaus sehr gut Chinesisch sprechen, ohne jedoch des Lesens mächtig zu sein. Andererseits ist es auch möglich, sehr gut Chinesisch lesen zu können, ohne auch nur einen einzigen Satz über die Lippen zu bringen.  

Zwischen der Anzahl der Laute und der Anzahl der Schriftzeichen besteht ein großer Unterschied. Während wir einerseits fast 50 000 Schriftzeichen haben, gibt es demgegenüber nur 420 Laute (oder Silben), die gesprochen werden können. 

In einem Standardlexikon mit ca. 4200 Schriftzeichen würden demnach statistisch auf jeden Laut zehn Schriftzeichen fallen, die irgendwie ähnlich ausgesprochen werden und nur durch die vier sogenannten Töne unterschieden werden.  

Auch die statistische Belegung der Laute auf die Schriftzeichen schwankt sehr: Von den 4 200 chinesischen Wörtern werden z.B. nur zwei *run*, jedoch 69 *yi*, 59 *shi* und 29 *ku* ausgesprochen. 

Hierbei kann die falsche Wahl der Töne fatal sein.  

Der Laut *zhu* beispielsweise kann im ersten Ton „Schwein“,  im zweiten Ton „Bambus“, im dritten Ton „Herr“, „Chef“ und im vierten Ton „heraustreten“ heißen. Und da ist es ungünstig, wenn man in Unkenntnis der geforderten Tonlage den „Chef“ aus Versehen als „Schwein“ anspricht. 

Doch diese Regel gilt nur für das bekannte Mandarin. Im kantonesischen Dialekt gibt es weniger Laute, dafür aber 11 Töne. In China wird nämlich in jeder Provinz, manchmal auch schon in jeder Stadt ein eigenes Idiom gesprochen, das von anderen so weit abweichen kann wie das Tschechische vom Spanischen, obwohl die geschrieben chinesische Sprache stets die gleiche ist.

Bauernkalender 2

Ist der Bauer Abends breit,
ist die Bäurin nicht bereit.

( Viel tiefer kann das Niveau eigentlich nicht sinken)

Bäuerinnenkalender 2

Ist der Bauer fesch und knackig,
bleibt die Bäurin immer zackig.